Kunst, Kanonengrill und Kirschragout

Es stimmt doch: Kunst und Wein gehören zusammen! Das beweist eindrucksvoll die Historische Weinstube Forelle Goethe soll dort beizeiten verweilt und sinnierend gesagt haben,

“Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken.”

Im ersten Stock des Altstadt-Lokals, dem heutigen Speisesaal, presste im Jahre 1800 die damals dort ansässige Druckerei Schillers “Wallenstein” erstmals auf Papier! Und die Wand- und Deckenmalereien, die noch heute die Weinstube zieren, entstanden 1894 von der Hand des königlichen Hofdekorationsmalers Haag höchstselbst.

Gina Baur ist stolz auf das historische Erbe der Weinstube, die sie zusammen mit ihrem Mann Robert führt. Seit über 30 Jahren lebt die Grazer Gastronomin in Schwaben, der Heimat ihres Gatten. Zum siebten Mal sind die beiden nun mit ihrem Betrieb auf der Sommerinsel dabei – wie es scheint, mit Leib und Seele. Begeistert erzählt Gina Baur von der “sagenhaften Stimmung”, die Gäste und Gastronomen jedes Jahr wieder mitreißt. Am Stand der Forelle kommt noch etwas hinzu, nämlich “ein Hauch von Urlaubserinnerung” beim Genuss des Fingerfood-Tellers mit seinen Tintenfischringen und der Möglichkeit, “sich nach Herzenslust seinen Teller aufzufüllen, so viel drauf Platz hat”.

Fingerfood - "Von ällem ebbes"

Fingerfood - "Von ällem ebbes"

Der Kanonenofen

Der Kanonenofen


Auf die Frage, was Baur mir denn für meinen Essenstest empfehlen würde, erhielt ich nicht nur einen Tipp, sondern gleich auch eine Einführung in ein merkwürdiges Gerät, das während des Interviews hinter uns stand. Eine Kanone??

Nein, offensichtlich ein Ofen, in dem das Fleich – Hochrippe vom Albrind – über Stunden gegrillt wird, “wie in alten Zeiten”. Hmmm!

PS: Zum Nachtisch gab´s Waffel am Stiel mit Kirschragout (hier könnt ihr die Zubereitung sehen). Gut, dass ich danach nirgenwo zum Gewichtstest auf die Waage musste..



Schaut euch das Interview an, und vor allem Herr Baurs anschließende Vorführung des Kanonenofens (die übrigens sogar Schaulustige anzog)!

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